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2020/02/19

Das Karlsruher "Forum Recht" verdient würdigeren Standort

Ein perfekter Standort wäre gespiegelt zum Bundesverfassungsgericht, wo gerade zwei Asbest verseuchte Gebäude des KIT leerstehen. Dem KIT stehen eine Vielzahl von Grundstücken auf seinen diversen Campus (Laborgebäude oder Materialprüfungsanstalten müssten nicht in der Innenstadt liegen) zur Verfügung.
>bnn.de/lokales/karlsruhe/kit-will-fuer-das-karlsruher-forum-recht-nicht-weichen

2013/01/15

Die neuen Fächer-Stelen


Die in Reihe stehenden sogenannten "Fächer-Stelen" sollen zum Schloss hinweisen und mit einem "Lichtteppich" die Perspektive der Schlossachsen akzentuieren und so die Einzigartigkeit des Fächergrundrisses hervorheben. 
Dies ist Bestandsteil des Karlsruher Lichtplans, welcher im Rahmen des Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 (ISEK Karlsruhe 2020) als Maßnahme für das Handlungsfeld Stadtbild/Städtebau auserkoren wurde. Die Gesamtmaßnahme wird knapp 1,09 Millionen Euro kosten, wovon im Entwurf des Doppelhaushalts 2013/2014 rund 535'000 Euro für die in den nächsten beiden Jahren anstehenden Maßnahmen eingeplant worden sind.

Zweck wird nicht erfüllt!

Leider wird dieses Vorhaben das Ziel den einzigartigen Fächergrundriss hervorzuheben nicht erreichen. Das obige Foto macht dies deutlich. Das Foto zeigt die erste aus sechs Fächer-Stelen bestehende Testreihe in der Ritterstraße zwischen Schloss und Zirkel, auf dessen Grundlage sich der Planungsausschuss vor einem Jahr auf diesen Leuchtentyp festgelegt hatte. Als Leuchtmittel sind zunächst Halogen-Metalldampflampen vorgesehen, die sobald die LED-Lichttechnik für Straßen-Stelen ausgereift ist, im Zuge des routinemäßig notwendigen Leuchtmittel-Austauschs auf LED umgerüstet werden sollen. Das Foto macht jedoch deutlich, dass diese Stelen architektonisch kaum mehr leisten als herkömmliche Straßenlaternen. Sie werden es durchaus schaffen die einzelnen Straßenzüge, welche die Schlossachsen bilden, als zusammenhängende Gebilde erlebbar zu machen. Sie vermögen jedoch nicht den Gesamtzusammenhang, nämlich das Radiale Straßennetz Karlsruhes zu veranschaulichen. Dies hat folgende Gründe:

  • Die Lichtstelen werden lediglich als moderne Straßenlaternen interpretiert.
    Lichtstelen werden auch in der Kaiserstraße verwendet und werden in Zukunft vermutlich auch in einer Vielzahl weiterer Straßen und Plätzen anzutreffen sein.
  • Die Lichtstelen sind punktuelle Elemente, die im Gegensatz zu den linearen Schlossachsen stehen.
    Der "Lichtteppich" welcher von den Stelen erzeugt wird und damit die Schlossachsen markieren soll, wird nur aus der Vogelperspektive erkennbar werden. Außerdem wird dieses Merkmal nur von kurzer Dauer sein, da jede Straßenbeleuchtung bestrebt den Straßenraum einheitlich auszuleuchten. Mit dem Einzug der LED-Lichttechnik und dessen überlegenen Möglichkeiten wird dies zum Standard für jede Straße werden.
Das Foto macht noch ein weiteres Manko deutlich; die Sinnhaftigkeit der Schlossachsen ist nicht erkennbar, da ein Sichtbezug zum Schloss fehlt. Der gerade so über die Bäume hervorschauende Schlossturm erscheint eher Zufällig und wird von einem unaufmerksamen Passant kaum wahrgenommen. Es bedarf schon eines sehr sensiblen Menschen, um den Zusammenhang zwischen der sichtbaren Turmspitze und den Schlossachsen zu begreifen. Ohne Vorwissen wird dieser Zusammenhang nur für einen Passanten erkennbar, der die gesamte Fußgängerzone durchläuft und dabei jedesmal in die nördlichen Radialen schaut. Durch die geplante Sonderbehandlung der Mittelachse (Via Triumphalis) - die Karl-Friedrich-Straße soll ihre jetzige "Schinkel"-Beleuchtung behalten - wird diese Erkenntnis noch zusätzlich behindert.

2010/06/21

Was ist die Kombilösung?

Das ist die Kombilösung: Von 2016 an ein Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße. Und in Richtung Süden vom Marktplatz bis zur Augartenstraße – mit modernen, komfortablen und sicheren U-Haltestellen. In der Kriegsstraße ab 2019 eine Straßenbahntrasse zwischen Radwegen und Baumalleen. Unten ein durchgängiger Autotunnel vom Karlstor bis zum Mendelssohnplatz. Mit Ein- und Ausfahrten für den City- und Anliegerverkehr im Bereich Karlstor und Ettlinger Tor. Zwei Umbaumaßnahmen, die untrennbar zusammengehören und sich gegenseitig perfekt ergänzen.

>>Interaktiver Streckenplan


2009/09/10

2009/08/19

1. Mehr Ausstrahlung für Karlsruhe

Karlsruhes Innenstadt könnte an Flair gewinnen, indem es dessen zentrisch angelegtes Straßennetz besser in Erscheinung setzt. Dieser Straßengrundriss ist in Deutschland einmalig und deshalb eigentlich eine Attraktion. Dieses Alleinstellungsmerkmal von Karlsruhe wird jedoch so gut wie gar nicht wahrgenommen, weshalb daraus für Karlsruhe auch wenig Profit erwächst. Dabei könnten diese Straßen Karlsruhe viel Charakter geben.

Bisher sind diese Straßen nicht als Radiale erlebbar, da sie sich nicht von den normalen Straßen unterscheiden lassen. Das Erscheinungsbild der radial angelegten Straßen muss sich deutlich von den normalen Straßen unterscheiden: Beispielsweise durch historisierende Straßenmöbel und gepflasterter Untergrund in Kontrast zu den modernen Straßenmöbel und dem Asphalt der normalen Straßen. Dadurch würde Karlsruhe sich zugleich von einer modernen Seite zeigen, wie auch auf seine besondere Vergangenheit verweisen.

Eine zusätzliche Möglichkeit auf die Besonderheit der „Strahlen“ aufmerksam zu machen wäre es, - insbesondere an den Enden der nördlichen - Strahlen Schilder / Meilensteine mit der Entfernung zum Schlossturm aufzustellen. Es würde deutlich machen, dass das Zentrum Karlsruhes auf direktestem Weg durch herrliche Natur hindurch zu erreichen ist. Das würde auf eine Standortqualität des dortigen Wohnortes hinweisen; schließlich bietet dies nicht jede Stadt bzw. Stadtteil. Es würde sicherlich auch als stetige Erinnerung dienen, das Auto stehen zu lassen und mal mit dem Fahrrad nach Karlsruhe hineinfahren. Die Strahlen könnten einige entlegene Stadtteile stärker mit Karlsruhe verbinden.

Richtung Süden müssten die Strahlen würdig beendet werden; also im Bebauungsplan an diesen Stellen eine etwas höhere Bebauung (sie darf auf keinen Fall höher sein als der Rathausturm) zulassen, die sich mit ihrer Fassade auf den Schlossturm ausrichten. Bis jetzt enden diese Straßen lustlos vor ganz normalen Blockrandbebauungen, denen man gar nicht ihren privilegierten Standort ansieht. Sie sind immehin Endpunkt einer Blickachse, von dem man ähnlich wie der Fürst im Schloss einen ganzen Straßenzug überblicken kann.

Hagsfelder Allee

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Durch eine Verlängerung des Hagsfelder Strahls (Allee) böte sich die Möglichkeit diesen Strahl einen würdigen Endpunkt zu geben, nämlich den Technologiepark Karlsruhe (TPK). Karlsruhe versucht sich als Technologiestandort zu profilieren, daher ist es sinnvoll entsprechende Einrichtungen besser im Stadtbild zu integrieren. Eine Radiale des historischen Stadtgrundrisses an dem TPK enden zu lassen schafft dies nicht nur ideell, sondern auch praktisch. Die Hagsfelder Radiale wäre der direkte Weg vom Zentrum Karlsruhes zum TPK und umgekehrt. Da auch das KIT direkt an dieser Achse liegt würde es zudem den TPK stärker mit dem KIT in Verbindung bringen, wodurch insbesondere der TPK < www.techpark.de > profitieren würde.
Auch der gewünschte Ausbau des Ostcampus des KIT's würde davon einen großen Nutzen ziehen, liegt dieser doch genau zwischen den Radialen Hagsfelder Allee und Büchiger Allee und ist damit die kürzeste Verbindung zwischen dem Hauptcampus und dem Ostcampus des KIT's.